Was ist FondsSparen?

Werden Sie zum Fonds-Versteher

38 wichtige Fragen und Antworten zum Thema

Seit wann gibt es FondsSparen?

Mit Fonds Sparen ist eine echte Erfolgsgeschichte! Bereits im Jahr 1774 organisierte der niederländische Kaufmann Adriaan van Ketwich das erste Gemeinschaftsvermögen nach dem Fondsprinzip. Wann in Deutschland der erste Fonds gegründet worden ist, kann nicht mehr festgestellt werden. Es wurden im 2. Weltkrieg zahlreiche Dokumente vernichtet. Der erste noch heute dokumentierte Investmentfonds ist ein Aktienfonds dessen Name aus den "Fonds" und "Aktien" zusammen gesetzt worden ist. Der "Fondak" Aktienfonds wurde im Oktober 1950 aufgelegt. Er war der Start der Erfolgsgeschichte der Investmentfonds in Deutschland. 

Heute ist FondsSparen etabliert. Zahlreiche Anleger vertrauen dieser Form der Geldanlage:

  • 2,6 Billionen EUR in offenen Fonds, 50 Mio. Sparer in Deutschland
  • Einfach in der Handhabung, transparent
  • Verbindung zu nahezu allen Märkten, erfolgreichsten Vermögensmanagern der Welt
  • Jeder kann FondsSparen
  • Fonds ermöglichen, die Welt ein bisschen besser zu machen

Wie funktioniert FondsSparen?

Simpel. Anleger zahlen Geld in ein Sondervermögen (Fonds) und erhalten dafür Anteilsscheine. Ein Fondsmanager verwaltet den Fonds und trifft Anlageentscheidungen entsprechend der Anlagegrundsätze. Dabei kann der Vermögensmanager in fast alle möglichen Anlageklassen investieren. Er kann in festverzinsliche Anleihen, Sachwerte wie Gold, Aktien oder Immobilien und Geldmarktpapiere investieren. Entscheidend ist, was in den Bedingungen steht. Auch besondere Anlagethemen, wie Nachhaltigkeit oder spezielle Branchen - das Angebot ist vielfältig.

Entweder fließen die Gewinne aus diesen Investitionen dann zurück an die Anleger (Ausschüttung). Oder sie verbleiben im Fonds und erhöhen das Vermögen (Thesaurierung). Aufgrund teilweise sehr großer Fondsvermögen profitiert jeder Anleger direkt von Sonderkonditionen des Fonds. Klar, wer zum Beispiel 20.000 EUR bei einer Bank anlegt, bekommt bessere Konditionen, als ein Privatanleger mit 10.000 EUR. Und als FondsSparer sind Sie unmittelbar an der Sonderkondition beteiligt. 

Weshalb lieben wir FondsSparen?

Wir alle haben wenig Zeit zur Verfügung. Die meisten Menschen haben schlicht keine Lust, vielen Stunden des Tages damit zu verbringen, sich Gedanken über Ihre Vermögensanlagen zu machen.
Das Thema Vermögensaufbau ist meistens auch wenig "sexy". Wir wollen ein guten Gefühl dabei haben. Es muss funktionieren. Es muss einfach sein. Wir wollen unseren Anlagen vertrauen können und transparent alles jederzeit im Blick haben. Manchmal wollen wir Anlagen auch mit einem bestimmten Zweck verbinden. Wir wollen unseren Anlagen einen Sinn geben. 

Andererseits brauchen wir Vermögensaufbau. Vermögensaufbau ist wichtig für unsere Absicherung im Alter oder für Anschaffungen in naher Zukunft.  

Welche Anlageform ist nun bestens dafür geeignet? Fonds. Geld anlegen in Fonds. Einfach zu handhaben und von dem Know-how der besten Vermögensmanager der Welt profitieren. Daher lieben wir Fonds. Die Möglichkeiten sind nahzu unbegrenzt. 

Für kluge Entscheidungen benötigt man Marktkenntnis, Erfahrung und ein globales Netzwerk. Sie sind kein global vernetzter Finanzexperte? Mit FondsFair® nutzen Sie einfach das Know-how der erfolgreichsten Vermögensmanager (Fondsgesellschaften) der Welt und profitieren unmittelbar. 

Kaufen Sie Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Sie möchten Anregungen oder Vorschläge zu den beliebtesten Anlagethemen? Machen Sie es sich einfach und nutzen Sie unsere Anlagevorschläge.

Weitere Infos  Anlagevorschläge

Wichtige Fragen und Antworten zu Fonds

Allgemeine Fragen

Ja. Vermögenswirksame Leistungen können auch in Fonds gespart werden. Es gibt eine Vielzahl von VL-fähigen Fonds. Das sind Aktienfonds mit einer speziellen Zulassung für VL (VL-Fonds). Die Mindestlaufzeit eines VL-Fonds-Sparplanes lautet 7 Jahre. Davon zahlen 6 Jahre lang ein und ein weiteres Jahr ruht der Vertrag. Nach Ablauf der 6 Jahre startet meistens automatisch der nächste VL-Sparplan.

Sparen in VL-Fonds kann sehr attraktiv sein. Sind Sie Ledig und das zu versteuernde Einkommen ist nicht größer als 20.000 EUR? Dann erhalten Sie bis zu einer Beitragshöhe von 400 EUR p.a. satte 20 Prozent Förderung vom Staat. Bei zusammen Veranlagten gelten die doppelten Grenzen. Sie können so bis zu 160 EUR p.a. Förderung abrufen. Nach Ablauf der Sperrfrist von 7 Jahren können Sie sich Ihr kleines Vermögen auszahlen lassen.  

Wir halten alle Anträge dafür für Sie bereit. Bei uns sparen Sie die Fonds ohne Ausgabeaufschlag. 

Durch langfristiges Sparen in Fonds, insbesondere Fonds mit hohem Aktienanteil, Aktienfonds, Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds können Sie Renditechancen nutzen. Fonds bieten Ihnen die Möglichkeit, Vermögen aufzubauen, über das Sie grundsätzlich jederzeit frei verfügen können. Fondsvermögen eignet sich folglich zur freien Verwendung und Finanzierung von bestimmten Ausgaben im Alter. Ein Fondsdepot bietet jedoch keine Absicherung gegen das s.g. "Langlebigkeitsrisiko". Wenn das Vermögen aufgebraucht ist, können keine Auszahlungen mehr geleistet werden. Fondssparen ist also eine Ergänzung und Baustein im Rahmen einer Absicherungsstrategie. Es gibt auch Rentenversicherungen in Fonds, die die Vorteile aus beiden Welten - Renditechancen und Langlebigkeit - vereinen.

Fondssparpläne sind flexibel, somit können Sie jederzeit den Sparplan an Ihre Bedürfnisse anpassen. Der Beitrag kann verändert werden oder Sie legen eine Pause ein.

Bereits ab 25 EUR p.M. kann ein Fondssparplan beginnen. Bei uns sparen Sie natürlich Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Fonds sind Sondervermögen. D.h. sie sind von den wirtschaftlichen Risiken der Fondsgesellschaft losgelöst. Bei einer Bank sind Einlagen grundsätzlich bis 100.000 EUR pro Person vor dem "Pleiterisiko" der Bank geschützt.
Fonds dagegen sind per Konstruktion unbegrenzt vor dem Ausfallrisiko der Fondsgesellschaft geschützt.

Risiken der Anlage können sich aus den investierten einzelnen Vermögenspositionen ergeben. Mehr zu Chancen und Risiken erfahren Sie hier.

Entscheiden Sie sich z.B. für unsere angebotene prämierte Vermögensverwaltung, geben Sie einfach per Schieberegler Ihr Sicherheitsprofil vor und der Vermögensverwalter sorgt dafür, dass Ihre Vorgaben eingehalten werden.

Ein Fonds erwirtschaftet im Regelfall laufende Erträge. Das können Zinsen, Dividenden, Mieten, Pachten oder Mautgebühren sein - abhängig von der Art und Zusammensetzung des Fonds. Diese Erträge können ausgeschüttet werden oder automatisch wieder angelegt. Diesen Fall nennt man thesaurieren. Ausschüttende Fonds zahlen jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich ihre Erträge aus. Beispiele finden Sie hier.

Kaufkosten
Bei Kauf zahlt der Anleger in der Regel eine einmalige Gebühr. Dieser Ausgabeaufschlag variiert von der Art des Fonds und kann bis zu 6 Prozent der Anlagesumme betragen. Besonders Banken und Strukturvertriebe berechnen meistens den vollen Ausgabeaufschlag. Bei FondsFair® zahlen Sie diese Gebühren nicht, denn Sie kaufen ohne Beratung.

Rücknahmeabschlag
Wenige Fonds behalten bei Rückgabe der Anteile eine einmalige Gebühr ein. Dies ist meistens dann der Fall, wenn es sich um Fonds mit fester Laufzeit handelt und bei vorzeitiger Rückgabe eine Art "Vorfälligkeitsentschädigung" berechnet wird.

Laufende Kosten
Der Vermögensmanager (Fondsmanager) zieht aus dem Fondsvermögen eine laufende Verwaltungsvergütung ein. Die Höhe ist abhängig vom Verwaltungsaufwand und der Anlageklasse. Eine aufwändige Analyse eines Aktienvermögens ist teurer als ein Rentenfonds der Anleihen mit fester Laufzeit und festen Zinsen beinhaltet. Hiervon erhält die FondsFair® einen kleinen Anteil für unseren Service.

Gewinnabhängige Vergütung
Bei einzelnen Fonds erhält der Fondsmanager eine Gewinnbeteiligung von z.B. 10%. Diese wird gezahlt, wenn eine definierte Zielrendite pro Jahr überschritten wird. Das ist durchaus interessant. Bsp.: Zielrendite = 6,00% p.a. und der Manager erwirtschaftet 7,00% p.a. Dann erhält der Anleger 6,90% Ertrag gutgeschrieben und der Fondsmanager 0,10% mehr. So entsteht ein Anreiz für mehr Ertrag und eine faire Verteilung des Gesamtergebnisses.

Depotgebühr
Für die Verwahrung der Fondsanteile berechnet die Verwahrstelle (Depotbank) eine Gebühr. Banken können dafür schon einmal jährlich bis zu 1,00% des Vermögens berechnen. Die Gebühren sind meist gestaffelt. Bei unserem Kooperationspartner FFB bezahlten Sie flat 40 EUR p.a. für das erste Depot. Und ab 40.000 EUR Depotvolumen übernehmen wir die Depotgebühr für Sie. Mehr dazu hier.

Fonds können nicht als Wertpapier physisch ausgegeben werden. Sie werden virtuell in einem Depot hinterlegt. Ein Depot ist wie ein Bankkonto in das die Fonds "eingezahlt" werden können. Vor dem Kauf muss der Anleger im Regelfall den Analgebetrag auf seinem Referenzkonto hinterlegt haben. Das Referenzkonto ist meistens Ihr Girokonto. Da Geld von Bank zu Bank einige Zeit braucht, bietet die FFB z.B. ein kostenloses Abwicklungskonto zum Depot an. So können hausintern schnell Käufe und Verkäufe abgewickelt werden. Über unsere Depoteinsicht haben Sie Ihr Vermögen jederzeit im Blick.

Sie können Fonds bei Ihrer Bank vor Ort bei einem Wertpapierberater kaufen. Dieser berechnet Ihnen dafür grundsätzlich Ausgabeaufschläge. Dafür haben Sie Anspruch auf eine Beratung. 
Alternativ können Sie online Ihre Fonds kaufen. Dies tun Sie, wenn Sie keine Beratung benötigen.

Sie möchten Geld sparen? Sie sehen nicht ein, Ausgabeaufschläge zu bezahlen, wenn immer häufiger standardisierte Anlagevorschläge per Computer in der Bank vorgeschlagen werden?
Unter Anlagevorschläge finden Sie bei uns ausgewählte Fonds zu den beliebtesten Anlagethemen. So können Sie leichter auch ohne Beratung eine Entscheidung treffen. Sie kaufen bei uns Fonds ohne Ausgabeaufschlag und erhalten Orientierung. Bitte beachten Sie die Vorteile und Risiken der Fondsanlage. 

Dieses Pflichtdokument für Anleger informiert kurz und knapp auf 2 Seiten über alle wesentlichen Merkmale eines konkreten Fonds.

Es beantwortet im Wesentlichen die Fragen:

Wie wird das Geld angelegt?
Wo wird es investiert?
Welcher Risikogruppe wird der Fonds zugeordnet?
Welche Kosten fallen an?
Wie lauten die Kontaktdaten zur Fondsgesellschaft?
Wie kann der Fonds erworben werden?
Wie lautet die genaue Bezeichnung, Wertpapierkennnummer oder ISIN?

Absolut ja. Gleich welche Risikoneigung oder Renditebedürfnis Sie besitzen. Gleich welche Zielsetzung Sie haben. Die Möglichkeiten Ihr Geld sinnvoll anzulegen sind nahezu unbegrenzt. Kaum eine Anlageform ist so simpel, ausgereift, erprobt und bedeutend wie die Fondsanlage. Wer die notwendigen Spielregeln beachtet, kann beruhigt sein Geld in Fonds investieren. 

Nach welchen gängigen Kategorien unterscheidet man Fondsanlagen?

Die geläufigste Art der Kategorisierung offener Fonds ist nach der Art der Vermögensgegenstände, in die der Fonds investiert. In den meisten Fällen richtet sich die Bezeichnung des Fonds, das heißt der Fondsname, hiernach.

Investmentfonds investieren in der Regel nicht ausschließlich in eine Art von Vermögensgegenständen. Im Gesetz ist für die einzelnen Fondskategorien geregelt, bis zu welchem Anteil des Fondsvermögens bestimmte Vermögensgegenstände erworben werden dürfen.

Nach welchen Grundsätzen die Auswahl der zu beschaffenden Vermögensgegenstände bei dem konkreten Fonds erfolgt, insbesondere, welche Vermögensgegenstände in welchem Umfang erworben werden dürfen, ergibt sich für jeden Fonds innerhalb der Grenzen des KAGB individuell aus seinen Anlagebedingungen.

I. Gattungsfonds

Die gängigsten Fondskategorien nach der Art der Vermögensgegenstände sind die Folgenden:

1. Aktienfonds
2. Rentenfonds
3. Geldmarktfonds
4. Mischfonds (Multi-Asset-Fonds)
5. Dachfonds

Aktienfonds investieren ausschließlich oder zum überwiegenden Teil (mindestens 51%) in Aktien. Der Anlagehorizont bei Aktienfonds ist eher langfristig. Es besteht die Möglichkeit vergleichsweise hoher Renditen. Jedoch ist auch mit einem entsprechend gesteigertem Risiko zu rechnen.

Standard-Aktienfonds investieren meistens in sogenannte „Blue Chips“. Demgegenüber konzentrieren sich spezielle Aktienfonds auf bestimmte Ausschnitte des Aktienmarkts. Zum Beispiel auf Aktien bestimmter Branchen oder Regionen.

Es gibt auch Aktienfonds, die sich auf Aktien kleinerer Unternehmen mit einem geringen Börsenwert (sogenannte „Small Caps“) oder bestimmte Geografien spezialisiert haben.

Rentenfonds investieren ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere (sogenannte Rentenpapiere). Diese können beispielsweise Pfandbriefe, Kommunalobligationen oder Anleihen sein. Sie haben – anders als die Bezeichnung vermuten lässt – nichts mit der Rente im Alter zu tun.

Rentenfonds unterscheiden sich nach Laufzeit, Emittenten sowie Regionen, in die sie investieren. Ein Rentenfonds kann zum Beispiel darauf ausgelegt sein, hauptsächlich Anleihen europäischer Emittenten zu kaufen.

Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig und die Schwankungen sind in der Regel nicht so stark wie bei Aktienfonds.

Geldmarktfonds investieren ausschließlich oder überwiegend in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit und hoher Bonität. Zu den Geldmarkttiteln zählen Termingelder, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten.

Geldmarktfonds eignen sich für einen kurzfristigen Anlagehorizont. Das Risiko ist in der Regel eher gering. Das liegt auch an der kurzen Restlaufzeit der Wertpapiere, in die der Fonds investiert.

Etwas höher ist das Risiko bei sogenannten geldmarktnahen Fonds. Sie investieren mindestens 51% ihres Vermögens in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit. Der Rest wird in Festgeld oder Geldmarktpapiere investiert. Geldmarktnahe Fonds weisen im Durchschnitt eine etwas längere Restlaufzeit der in ihnen enthaltenen Titel auf. Aufgrund dessen reagieren sie geringfügig stärker auf Veränderungen des kurzfristigen Zinsniveaus. Das Kursrisiko ist daher höher.

Mischfonds werden häufig auch „Multi-Asset-Fonds“ genannt. Sie haben einen größeren Anlagespielraum. Mischfonds investieren sowohl in Aktien, Rentenpapiere, Geldmarkttitel und Rohstoffe, als auch in gesetzlich zulässige Zielfonds.

Das Fondsmanagement kann das Verhältnis zwischen den Anlageklassen in gewissen Grenzen verändern. Je nach Marktsituation kann mehr in die eine oder in die andere Anlageklasse investiert werden.

Geeignet sind Mischfonds für Anleger mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont. Bei mittlerem Renditeniveau besteht ein moderates Risiko.

Sind Sie an einem Mischfonds interessiert? Dann legen wir Ihnen beispielsweise den Flossbach von Storch - Multi Asset - Defensive R oder den DWS ESG Multi Asset Dynamic aus unseren Anlagevorschlägen ans Herz.

Als Dachfonds werden Fonds bezeichnet, die ihrerseits das Geld der Anleger in verschiedenen Investmentfonds investieren. Hierdurch wird eine breite Risikostreuung erreicht. Die Fonds, in die investiert wird, werden als Zielfonds bezeichnet.

II. Standard-Fondskategorien

Neben den aufgeführten Gattungsfonds haben sich in den letzten Jahren weitere Fondskategorien herausgebildet, die heute ebenfalls zu den Standard-Kategorien zählen.

1. Vermögensverwaltungsfonds
2. Absolute / Total Return Fonds
3. Private-Equity Funds
4. Immobilienfonds
5. Gemischte Investmentvermögen
6. Sonstige Investmentvermögen
7. Hedgefonds

Vermögensverwaltungsfonds haben eine hohe strategische Freiheit. Das unterscheidet Sie von Gattungsfonds wie Aktien- oder Rentenfonds. Sie investieren in mehrere Anlageklassen gleichzeitig.

Bei Vermögensverwaltungsfonds handelt es sich daher um Mischfonds. Sie sind weitaus flexibler als „klassische“ Mischfonds. So haben sie zum Beispiel keine starre Aktien-/Renten-Quote. Sie können in der Regel Liquidität durch Desinvestition, das heißt durch den Verkauf von Vermögensgegenständen, taktisch aufbauen.

Durch die aktive Vermögensverwaltung findet auch ein aktives Risikomanagement statt. Allerdings lässt sich aufgrund ihrer Konstruktion das Anlageverhalten des Fonds nicht aus der Anlagepolitik ableiten. Es bedarf vielmehr einer genauen Analyse des Fondsmanagements.

Mehr erfahren

Ziel von Absolute beziehungsweise Total Return Fonds ist es, absolut einen Gewinn zu erzielen. Dabei spielt es keine Rolle, wie sich die Kapitalmärkte entwickeln. Für die Beurteilung, ob das Fondsmanagement erfolgreich war, zählt der absolute Gewinn in einem festgelegten Zeitraum (in der Regel auf 12-Monats-Sicht).

Anders als es oftmals bei klassischen Fonds der Fall ist, ist die relative Entwicklung hier irrelevant. Es wird demnach kein Wert auf die Entwicklung im Vergleich zu einer Benchmark gelegt.

Die Bezeichnungen „Absolute Return Fonds“ und „Total Return Fonds“ werden in der Regel synonym verwendet. Ein einheitliches Fondskonzept besteht nicht. Die jeweilige Strategie des Fonds kann der Anleger dem Verkaufsprospekt entnehmen.

Private Equity ist die Investition in Unternehmen, die einen Kapitalbedarf haben. Es wird in einzelne oder mehrere Unternehmen investiert, denen hohe Wachstumswerte zugebilligt werden. Die Investoren beteiligen sich am Eigenkapital dieser Unternehmen. Im Gegenzug partizipieren sie später an deren wirtschaftlichen Erfolg. Alternativ werden auch andere Finanzierungsformen eingesetzt, zum Beispiel Genussrechte oder so genanntes Mezzanine-Kapital.

In der Vergangenheit wurden Private-Equity Funds als geschlossene Fonds aufgelegt, die nicht unter das Investmentgesetz fielen. Heute unterfallen sie wie alle Investmentfonds den Regelungen des KAGB. Häufig sehen ihre Anlagebedingungen vor, dass sich nur professionelle und semiprofessionelle Anleger an ihnen beteiligen dürfen. Es handelt sich somit um Spezialfonds. Das KAGB enthält einige spezielle Vorschriften für Private-Equity Funds. Dazu zählen insbesondere Mitteilungspflichten gegenüber der BaFin. Im KAGB sind die Vorschriften der §§287 ff. einschlägig.

Bei Immobilienfonds wird zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds unterschieden. Nach dem KAGB handelt es sich um offene oder geschlossene AIF.

a) Offene Immobilienfonds

Für offene Immobilienfonds gelten nach dem Gesetz Sonderregelungen. Sie dürfen nicht als Laufzeitfonds mit einer von vornherein begrenzten Laufzeit konzipiert werden.

Die Fondsanteile müssen mindestens zwei Jahre gehalten werden. Das bedeutet, dass während dieser Frist ist eine Anteilsrückgabe nicht möglich ist. Zudem muss eine Kündigungsfrist von 12 Monaten eingehalten werden. Selbst nach Ablauf der Mindesthaltedauer können Sie daher nicht jederzeit über das Kapital verfügen. Sie müssen zunächst die Kündigung aussprechen und dann die Kündigungsfrist abwarten. Die Kündigung beziehungsweise Rückgabeerklärung kann bereits während der Mindesthaltedauer abgegeben werden. Sie ist allerdings unwiderruflich. Wenn Sie es sich zwischenzeitlich anders überlegen, sind Sie dennoch an Ihre Erklärung gebunden. Sie können dies auch nicht etwa dadurch umgehen, dass Sie die Anteile auf ein anderes Depot übertragen. Für Altfälle gibt es eine Ausnahme: Wer vor dem 22. Juli 2013 Fondsanteile erworben hat, kann je Fonds, Anteile von bis zu 30.000 EUR pro Kalenderhalbjahr ohne Einhaltung der gesetzlichen Mindesthalte- und Kündigungsfristen zurückgeben. Die Mindesthalte- und Rückgabefristen wurden geschaffen, um das Fondsvermögen vor unerwarteten, hohen Mittelabflüssen zu schützen. Da das Fondsvermögen die Summe des von allen Anlegern eingesetzten Kapitals darstellt, kann man es auch so formulieren, dass zu Gunsten der Gesamtheit der Anteilseigner die Flexibilität des einzelnen eingeschränkt worden ist.

b) Geschlossene Immobilienfonds

Bei geschlossenen Immobilienfonds ist es aufgrund ihrer Konstruktion nicht erforderlich, eine Mindesthaltedauer von Gesetzes wegen vorzusehen.

Sie werden in der Praxis nur in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft aufgelegt. Hierbei sind die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) anwendbar, soweit das KAGB keine Sonderregelungen enthält. Die Anleger haben nur ihre Einlage zu leisten. Fehlbeträge sind von ihnen nicht auszugleichen. Bei Rückgewähr der Einlage oder einer Ausschüttung, die den Wert der Kommanditeinlage unter den Betrag der Einlage herabmindert, lebt die Haftung bis zur Höhe der Einlage allerdings wieder auf.

Hinweis: Aufgrund der erhöhten damit verbundenen Anlagerisiken bieten wir keine geschlossenen Fonds an! 

Gemischte Investmentfonds sind Mischfonds. Der Grund dafür ist, dass sie in verschiedene Finanzanlagen investieren. Anders als Mischfonds nach der OGAW-Richtlinie dürfen gemischte Investmentfonds zusätzlich in bestimmte inländische und ausländische Investmentvermögen investieren. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um Publikums-AIF gem. §218 KAGB handelt.

Für vor dem 22. Juli 2013 aufgelegte gemischte Investmentfonds gilt eine Besonderheit: Sie dürfen zusätzlich auch bereits erworbene Anteile an Hedgefonds, offenen Immobilienfonds oder vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen halten. Das bedeutet, sie dürfen Vermögensgegenstände weiter halten, deren Erwerb unter dem bis zum 21. Juli 2013 geltenden Investmentgesetz (InvG) zulässig war, seit dem 22. Juli 2013 nach dem KAGB aber unzulässig ist. In welche Vermögensgegenstände der Fonds tatsächlich investiert, ist den Anlagebedingungen zu entnehmen.

Auch sogenannte „sonstige Investmentvermögen“, die unter §220 KAGB fallen, sind Mischfonds. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie zusätzlich in Edelmetalle und unverbriefte Darlehensforderungen investieren dürfen.

Für vor dem 22. Juli 2013 aufgelegte sonstige Investmentfonds gilt dieselbe Besonderheit wie für gemischte Investmentvermögen: Sie dürfen zusätzlich auch bereits erworbene Anteile an Hedgefonds, offenen Immobilienfonds oder vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen halten. Das bedeutet, sie dürfen Vermögensgegenständer weiter halten, deren Erwerb unter dem bis zum 21. Juli 2013 geltenden Investmentgesetz (InvG) zulässig war, seit dem 22. Juli 2013 nach dem KAGB aber unzulässig ist. In welche Vermögensgegenstände der Fonds tatsächlich investiert, ist den Anlagebedingungen zu entnehmen.

Die Bezeichnung „Hedgefonds“ kommt aus dem englischen Begriff „to hedge“ = absichern (deutsch). Der Begriff „Hedging“ beschriebt Anlagestrategien, die darauf ausgerichtet sind, die Risiken des Gesamtportfolios durch eine Kombination negativ korrelierter Einzelpositionen zu verringern. Wenn die Risiken der einen Position (zum Beispiel einer Investition in eine bestimmte Aktie) durch die Chancen einer anderen Position teilweise kompensiert werden, spricht man vom „Hedging“.

Die heutigen Hedgefonds sind allerdings nicht auf diese namensgebenden Anlagestrategien beschränkt. Vielmehr stehen bei einigen Hedgefonds hohe Renditechancen mindestens ebenso hohe Verlustrisiken gegenüber. Zwar gibt es Hedgefonds, die eine kontinuierliche und moderate Wertentwicklung, verbunden mit geringeren Verlustrisiken anstreben. Dennoch gelten Hedgefonds heute im allgemeinen Sprachgebrauch als eher risikoträchtige Anlageform.

Die Anlagestrategien von Hedgefonds sind sehr komplex. Um das Chance-/Risikoverhältnis verstehen und abwägen zu können, ist es unerlässlich, den Verkaufsprospekt sorgfältig zu lesen und die einzelnen Portfoliobestandteile zu prüfen.

III. Weitere wesentliche Unterscheidungsmerkmale

Neben den vorgenannten Fondskategorien gibt es weitere Merkmale, anhand derer offene Investmentfonds unterschieden werden können.

1. Aktiv und passiv gemanagte Fonds
2. Indexfonds
3. Exchange Traded Funds
4. Zeitlicher Anlagehorizont
5. Laufzeitfonds
6. Lebenszyklusfonds
7. Rückzahlungs- oder Ertragsgarantie
8. Ausschüttungsverhalten
9. Weitere Differenzierungsmerkmale nach Art der Investitionsgegenstände

Offene Investmentfonds wurden zunächst grundsätzlich aktiv gemanagt. Seit einigen Jahren erfreuen sich allerdings passiv gemanagte Fonds immer größerer Beliebtheit.

Bei einem aktiven Management überprüft der Fondsmanager laufend die gehaltenen Vermögensgegenstände. Zudem passt er die Zusammensetzung des Fondsvermögens gegebenenfalls der Marktsituation an. Dieser Prozess wird als sogenannte „Asset Allocation“ bezeichnet.

Demgegenüber bilden passiv gemanagte Fonds einen Index ab. Sie bedürfen daher kaum größerer Eingriffe durch das Fondsmanagement. Bei Auflage des Fonds werden die Vermögensgegenstände in Anlehnung an den Index einmal zusammengestellt. Danach erfolgt eine Umschichtung, wenn sich die Zusammensetzung des Index ändert. Alternativ wird der Index über einen Swap (Tausch) abgebildet, sodass kein Eingriff in das Fondsvermögen erfolgen muss.

Indexfonds sind passiv gemanagte Fonds. Sie versuchen, einen bestimmten repräsentativen Index, zum Beispiel den DAX®, abzubilden. Zur „Nachbildung“ des Index investieren die Fonds in die dem Index zugrunde liegenden Wertpapiere. Dies erfolgt im gleichen Verhältnis wie der Index.

Neben diesen sogenannten „replizierenden Indexfonds“ gibt es Swap-basierte Indexfonds. Diese investieren in ein beliebiges Basisportfolio. Den Kursverlauf dieses Portfolios tauscht der Indexfonds-Anbieter über entsprechende Finanzgeschäfte („Swaps“) mit dem Swap-Kontrahenten aus dem Fonds raus. Über andere Swaps tauscht er zudem den Verlauf des Index, der dem Fonds zugrunde liegt, herein. Der Swap-Kontrahent ist in der Regel eine Bank. Er ist verpflichtet, die Performance des Index auf täglicher Basis bereitzustellen. Hierdurch können Transaktionskosten, die dem Fondsvermögen beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren belastet werden, reduziert werden. Andererseits erhält auch der Swap-Kontrahent eine Vergütung, indem er an der Wertentwicklung des Fonds partizipiert.

Die Managementgebühren bei einem Indexfonds sind in der Regel niedriger als bei einem aktiv gemanagten Fonds.

Exchange Traded Funds (ETFs, englisch für „börsengehandelte Fonds“) sind börsengehandelte Indexfonds. Als Benchmark werden in der Regel Finanzindizes wie der DAX® verwendet. Über Rohstoffindizes kann aber auch in Rohstoffe investiert werden.

Ursprünglich waren Indexfonds die einzigen an Börsen gehandelten Fonds. Da mittlerweile fast alle anderen aktiv gemanagten Fonds ebenfalls an der Börse gehandelt werden, ist der Begriff „Exchange Traded Fund“ nicht mehr ganz zeitgemäß. Im europäischen Ausland wird dieser Begriff jedoch nur für die hier beschriebenen Indexfonds verwendet.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei unterschiedlichen Arten von ETFs. Von“Replikation“ beziehungsweise „Nachbildung“ spricht man im Zusammenhang mit ETFs, da ein ETF einen Index nachbildet beziehungsweise kopiert (=replizieren).

a) Die vollständige physische Nachbildung („Full-Replication“)

Bei der direkten Replikationsmethode findet eine physische Nachbildung des Indexes statt. Diese erfolgt, indem die in dem Index enthaltenen Wertpapiere in genau dem gleichen prozentualen Verhältnis täglich ge- und verkauft werden, das ihrer Gewichtung im Index entspricht. Es sind alle Wertpapiere bei der Verwahrstelle eingebucht.

b) Die teilweise physische Nachbildung („Repräsentatives Sampling“)

Bei dieser Methode werden bei der physischen Nachbildung nicht alle Wertpapiere, sondern nur die größten Positionen als Teilmenge des Indexes gekauft. Aktien mit geringer Gewichtung werden vernachlässigt. Der Rest der im Index enthaltenen Wertpapiere wird durch Swaps rekonstruiert. Die Kosten sind hierdurch etwas niedriger als bei einer Full Replication.

c) Die synthetische Nachbildung

Bei der synthetischen Indexnachbildung wird die Wertentwicklung der Indexe (auch: Indizes) durch Swapgeschäfte gespiegelt. Hierbei werden die Zahlungsströme durch einen Kontrahenten (Kreditinstitut) abgebildet. Die Wertentwicklung sowie die Erträge werden täglich durch diesen Swap ausgeglichen und an die Indexentwicklung angepasst.

d) Besonderheiten von Exchange Traded Funds (ETFs)

ETFs unterscheiden sich in einigen Punkten von den „normalen“ an der Börse gehandelten Fonds:

  • Anleger kaufen und verkaufen ETFs im Normalfall nur an der Börse. Ein Erwerb über die emittierende KVG ist nicht vorgesehen. Dieser ist gegebenenfalls nur eingeschränkt mit hohen Volumina möglich. Ein Ausgabeaufschlag wird beim Kauf an der Börse nicht erhoben. Stattdessen fallen Börsengebühren und Servicekosten der depotführenden Stelle an.
  • Einmal börsentäglich (also an jedem Tag, an dem die Börse geöffnet hat) wird die Zusammensetzung des Sondervermögens veröffentlicht.
  • Der Emittent ermittelt und veröffentlicht während jedes Handelstages fortlaufend statt nur einmal täglich einen indikativen Nettoinventarwert (iNAV).
  • Für ETFs besteht ein eigenes Verfahren zur Ausgabe und Rücknahme von Anteilen, der sogenannte „Creation/Redemption-Prozess“. Um den Basiswert (Index) des Fonds abzubilden, stellt der Market Maker einen Wertpapierkorb zusammen, der 1:1 dem Basiswert (zum Beispiel dem DAX®) entspricht. Als „Tausch“ hierfür erhält er vom Emittenten Fondsanteile im Wert des Wertpapierkorbes, die er am Markt verkaufen kann (englisch: „Creation“, deutsch: „Erschaffung“). Umgekehrt kann der Market Maker Fondsanteile an die KVG zurückgeben und erhält dafür Wertpapiere (englisch: „Redemption“, deutsch: „Rückkauf, Einlösung“). Der Creation/Redemption-Prozess ist also eine Art Tauschgeschäft.

ETFs dürfen nicht verwechselt werden mit ETCs – Exchange Traded Commodities. Hierbei handelt es sich um Schuldverschreibungen mit Risiken, die primär an die Wertentwicklung eines oder mehrerer Rohstoffpreise gekoppelt sind. ETCs sind keine Investmentfonds. Bei ihnen besteht zudem ein weitergehendes Emittentenrisiko.

Wir sind davon überzeugt, dass qualitativ hochwertiges aktives Vermögensmanagement immer passive Anlagen langfristig übertreffen.

Wir sind davon überzeugt, dass der Mehrwert aktiver Investmentfonds passiven überwiegt.
Die Voraussetzung ist, dass Sie keine teuren Ausgabeaufschläge beim Kauf bezahlen müssen. Bei FondsFair® kaufen Sie Fonds ohne Ausgabeaufschlag.
Wir sind davon überzeugt, dass Sie Ihre Ziele im Vermögensaufbau mit uns und qualitativ hochwertigen Fonds einfach schneller erreichen.

In der Regel sind Fonds für eine unbegrenzte Laufzeit konzipiert. Sie bestimmen durch Ihre Einzahlung und Auszahlung die Laufzeit selbst. Wenn Sie das Geld nie abheben, bleiben Sie immer investiert.

Je nach Anlageform empfiehlt sich eine Mindesthaltedauer. Je höher das Risiko der Anlage, desto länger sollten Sie bereit sein, Ihr Geld zu investieren.

Reine Aktienfonds sollten mindestens 5 Jahre gehalten werden können. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nicht während dieser Laufzeit innerhalb von verschiedenen Aktienfonds umschichten können.

Es gibt jedoch auch Fonds mit einer von vornherein begrenzten Laufzeit.

Bei FondsFair® schichten Sie Ihre Fonds ohne Ausgabeaufschlag einfach um.

Laufzeitfonds sind offene Fonds mit einer von vornherein begrenzten Laufzeit. Nur während eines bestimmten Zeitraums (Zeichnungsfrist) können Anleger diese Fonds kaufen. Das investierte Vermögen bleibt bis zum Laufzeitende im Fonds.

Sie sind ähnlich konzipiert wie geschlossene Fonds. Allerdings können die Anleger auch während der Laufzeit die Fondsanteile börsentäglich zurückgeben. Bei geschlossenen Fonds hingegen ist eine Rückgabe der Anteile grundsätzlich erst zum Ende der Fondslaufzeit möglich.

Zudem können die Vertragsbedingungen vorsehen, dass bei einer vorzeitigen Anteilsrückgabe Rückgabegebühren (sogenannte „Redemption Fees“) anfallen. Am Laufzeitende wird der gesamte Laufzeitfonds aufgelöst. Weiterhin wird das angelegte Kapital einschließlich der aufgelaufenen Erträge an die Anteilsinhaber ausgeschüttet.

Als Laufzeitfonds dürfen in Deutschland nur bestimmte Fonds aufgelegt werden.

Ebenfalls eine feste Laufzeit haben Lebenszyklusfonds („Life-Cycle-Fonds“). Deren Laufzeit kann bis zu mehrere Jahrzehnte betragen.

Die Fondsmanager versuchen für jede Phase des Lebenszyklus die passende Mischung im Fondsportfolio auszuwählen. Zu Beginn investieren sie in relativ riskante, aber renditeträchtige Anlageklassen wie etwa Aktien. Je näher das Ziel- und damit das Ablaufdatum des Fonds rückt, umso mehr gewinnt die Sicherung des angesammelten Kapitals für den Anleger an Bedeutung. Demzufolge wird dann umso mehr Geld in schwankungsarme Vermögenswerte umgeschichtet. Zum Beispiel in Staatsanleihen bester Bonität. So sinkt das Risiko, mit den Fonds Verluste zu erleiden, sukzessive.

Lebenszyklusfonds dienen üblicherweise der privaten Altersvorsorge oder dem Sparen auf ein festes Ziel. Sie sind aufgebaut wie Mischfonds. Bislang konnten sich Lebenszyklusfonds jedoch noch nicht am Markt durchsetzen.

a) Garantiefonds

Garantiefonds sind Investmentfonds, die am Ende ihrer festgesetzten Laufzeit oder zu periodisch wiederkehrenden Stichtagen die vollständige Rückzahlung des ursprünglich eingezahlten Anlagebetrages oder eines bestimmten Prozentsatzes davon garantieren. Die Rückzahlung bezieht sich nicht auf das Agio. Diese Sicherheit in Form der Garantie „bezahlt“ der Anleger mit einer geringeren Rendite. Vor dem Ende der Fondslaufzeit beziehungsweise zwischen den festgelegten Stichtagen kann der Kurs allerdings auch unter den Ausgabekurs beziehungsweise den garantierten Betrag fallen. Veräußern Sie Ihre Fondsanteile vor dem Ende der Fondslaufzeit oder zwischen den festgelegten Stichtagen, so profitieren Sie von der Garantie daher nicht.

b) Wertsicherungsfonds

Wertsicherungsfonds gewähren anders als es der Name vermuten lässt, keine Garantie, dass das eingezahlte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar ist. Es handelt sich lediglich um eine Absichtserklärung der KVG, beispielsweise dahingehend, dass eine bestimmte jährliche Verlustgrenze möglichst nicht unterschritten wird. Die Risiken bei Wertsicherungsfonds sind daher höher als bei Garantiefonds.

Offene Fonds können nach ihrem Ausschüttungsverhalten unterschieden werden. Es gibt ausschüttende und thesaurierende Fonds. Möglich ist auch, dass zwei Varianten eines Fonds bestehen, die sich lediglich in der Art der Ausschüttung unterscheiden, nicht aber in der Höhe der Ausschüttung.

Einige KVG gewähren einen Wiederanlagerabatt, wenn Sie den Ausschüttungsbetrag innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Ausschüttung in denselben Fonds investieren. Der Wiederanlagerabatt besteht in einem bestimmten Prozentsatz (bis zu 100%) der Reduzierung des Ausgabeaufschlags. Bei thesaurierenden Fonds werden Erträge direkt wieder investiert.

Da Anleger in der Regel einen festen Betrag in Fondsanteile investieren, unabhängig davon, wie viel ein Anteil kostet, halten sie nicht nur volle Anteile, sondern auch „Bruchstücke“. Diese werden als Nachkommastellen ausgewiesen. Auch bei der Ausschüttung können Bruchstücke entstehen. Einige Depotstellen können keine Bruchstücke verwahren. In diesem Fall erfolgt in Höhe der Bruchstücke ein Barausgleich, das heißt eine Auszahlung.

Es gibt diverse weitere Differenzierungsmerkmale zur Kategorisierung von Investmentfonds. Im Folgenden werden die geläufigsten Differenzierungsmerkmale nach Art der Investitionsgegenstände dargestellt. Die Darstellung ist nicht abschließend.

Länderfonds investieren größtenteils in Wertpapiere aus bestimmten Ländern. Das Verlustrisiko ist je nach Land im Vergleich zu einer regional diversifizierten Anlagestrategie höher oder niedriger.

Branchenfonds sind in der Regel Aktienfonds, deren Vermögen in einer bestimmten Branche, das heißt in einem bestimmten Industriezweig, angelegt wird. Beispielsweise investieren Sie in Pharma-, Telekommunikations-, Software-, Technologie-, Medien- oder Biotechnologie-Aktien.

Rohstofffonds investieren in Wertpapiere von Emittenten, die im Rohstoffsektor (zum Beispiel Öl, Getreide, Gold) tätig sind.

Zertifikatefonds haben den Charakter von Dachfonds, nur dass sie statt in andere Fonds in Zertifikate investieren. In den meisten Fällen investiert der Fonds in einen bestimmten Typ von Zertifikaten, in Bonuszertifikate, Express-Zertifikate oder Discount-Zertifikate. Bei Zertifikatefonds bestehen nicht dieselben Renditechancen wie bei einer direkten Investition in Zertifikate. Dafür sind aber aufgrund der Diversifikation auch die Risiken geringer.

Manche Fonds, zum Beispiel Zertifikatefonds oder Rohstofffonds, werden häufig auch als Spezialitätenfonds bezeichnet. Die Verwendung dieses Begriffs ist allerdings nicht immer einheitlich. Auch spezielle Aktienfonds werden häufig als Spezialitätenfonds bezeichnet.

Es entstehen laufend neue Fonds und damit auch neue Fondsbezeichnungen. Es gibt Unconstrained-Fonds, Optionsschein-Fonds, Corporate Bond Funds, Cashfonds, High-Yield-Fonds und diverse andere. Die Gestaltungsmöglichkeiten werden lediglich durch die Vorgaben des KAGB begrenzt.

Zusammenfassung

Ein Investmentfonds fällt niemals nur in eine Kategorie. So kann es sich bei einem Aktienfonds gleichzeitig um einen Rohstofffonds handeln, wenn er überwiegend oder ausschließlich in Aktien von Unternehmen investiert, die im Rohstoffsektor tätig sind. Zudem kann es sich um einen ausschüttenden oder um einen thesaurierenden Fonds handeln. Darüber hinaus kann eine Garantie gewährt werden oder nicht. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind fast unerschöpflich. Konkrete und detaillierte Informationen zu der Anlagestrategie des Fonds sind den Anlagebedingungen des jeweiligen Fonds zu entnehmen. Diese sind im Verkaufsprospekt abgedruckt. Darin sind auch die Restriktionen für den Fonds aufgeführt. Die Restriktionen geben an, in welche Vermögensgegenstände der Fonds nicht investieren darf.

Zur Veranschaulichung dient folgende Grafik, wenngleich sie nur einen Ausschnitt der Gestaltungsmöglichkeiten von Investmentfonds abbildet:

Welche gesellschaftliche Bedeutung haben Fonds?

In einem Fonds wird das Geld der Anleger gesammelt. Der Fonds investiert entsprechend der Anlagerichtlinie in die Wirtschaft oder die öffentliche Hand. Auf diese Weise finanzieren Fonds in erheblichem Maße das wirtschaftliche Wachstum, die öffentlichen Haushalte und Arbeitsplätze oder Wohnraum.

Durch Ihre Anlageentscheidung tragen Sie dazu bei. Das Kapital kann so bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen fördern und lenken.

Welche Bedeutung haben Fonds für die Altersvorsorge?

Fonds sind das Rückgrat der Altersvorsorge.

504 Mrd. EUR halten deutsche Erst-Versicherungsunternehmen in Sondervermögen und Investmentfonds.

(Stand 31.12.2016, Quelle: Bafin)

Bei Null-Zinsen sind Erträge aus Investmentfonds unerlässlich.

Wir empfehlen eine Mindestlaufzeit von 20 Jahren in FondsRentenVersicherungen. Sie möchten wissen weshalb? Schauen Sie doch einfach bei unseren FAQ vorbei.

Wie ist der Kreis der Anleger gesetzlich definiert?

Anleger werden in drei Kategorien unterschieden:

  1. Professionelle Anleger
    ... dazu zählen im Recht Personen wie Banken, Wertpapierfirmen, Versicherungsgesellschaften und große Unternehmen mit einer Bilanzsumme ab 20 Mio. EUR, Nettoumsatz ab 40 Mio. EUR oder Eigenmittel ab 2 Mio. EUR
  2. Semiprofessionelle Anleger
    ... das sind insbesondere institutionelle Anleger, die nicht die Anforderungen an Professionelle Anleger erfüllen
  3. Privatanleger

Das Angebot von FondsFair® richtet sich an Privatanleger und semiprofessionelle Anleger.

Wer profitiert vom FondsSparen?

Grundsätzlich können Sie als Privatanleger - gleich welchen Alters - mit Fonds sparen. Aufgrund der großen Vielfalt können Sie entsprechend Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sowie Ihren Bedürfnissen nach Rendite und Sicherheit eine passende Lösung finden. In den Wesentlichen Anlegerinformationen kann das Risiko- und Ertragsprofil transparent nachvollzogen werden. So können Sie leicht überprüfen, ob die Anlage für Ihre Bedürfnisse geeignet ist. Getreu dem Motto: "Keine Zinsen sind auch keine Lösung" bieten Ihnen Fonds eine echte Alternative zu Sparbuch oder Tagesgeld.

Für Sie als Unternehmer ist FondsSparen besonders interessant. Als erfolgreicher Unternehmer haben Sie ein ausgeprägtes Gespür für Chancen und Risiken. Sie benötigen Flexibiltät in der Anlage. Gleichzeitig besteht ein erhöhter Bedarf nach Absicherung, da betriebliche Risiken getragen werden. Mit FondsFair® können Sie Vorteile nutzen, da wir besondere Tranchen für Institutionelle Anbieter anbieten. Zögern Sie bitte nicht und sprechen uns direkt darauf an.

Im Unternehmen gelten andere steuerliche Rahmenbedingungen als für einen Privatanleger. Hier können Sie Vorteile nutzen. Die Vielfalt ist groß. Informieren Sie sich bitte hier. Bei größeren Liquiditätsbeständen müssen Sie Verwahrentgelte tragen. FondsFair® bietet Ihnen spezielle Angebote für Ihre strategische und langfristige Liquidität speziell für Firmenkunden. So erzielen Sie wieder Erträge ohne Kursrisiken eingehen zu müssen. Bitte sprechen Sie uns an.

Mündelsichere Anlagen

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt die Anlage von Geldern von Minderjährigen, für die ein gesetzlicher Vormund bestellt ist und von Personen, die unter Betreuung stehen (sogenannte Mündelgelder). Es enthält hierfür einen Katalog von Anlageformen, in die Mündelgeld investiert werden kann (§ 1807 BGB).

Vormund und Betreuer sind verpflichtet, das Geld ihres Mündels oder Betreuten unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen verzinslich anzulegen (§ 1806 BGB). Das BGB enthält hierfür einen Katalog von Anlageformen, in die Mündelgeld investiert werden kann (§ 1807 BGB). Diese Anlageformen werden als so genannte "mündelsichere Anlagen" bezeichnet. Hierzu gehören beispielsweise Bundeswertpapiere. Investmentfonds zählen nicht zu den im Gesetz genannten mündelsicheren Anlageformen.

Andere Anlage von Mündelgeldern

Mündelgeld kann auch anderweitig angelegt werden, soweit für das Mündel bzw. den Betreuten eine andere als eine mündelsichere Anlageform geeignet ist und das Vormundschafts- bzw. Betreuungsgericht die Anlage ausdrücklich gestattet. Das Gericht darf eine Erlaubnis nur verweigern, wenn die Art der Anlage (zum Beispiel Aktien, Investmentfonds oder Grundbesitz) den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung zuwiderlaufen würde.

Die Anlage von Mündelgeldern in Fonds bedarf der Erlaubnis durch das Gericht. Zahlreiche Fonds sind bereits in verschiedenen Einzelfällen von Gerichten für die Anlage von Mündelgeldern zugelassen worden. In diesen gerichtlichen Entscheidungen spielen viele Kriterien eine Rolle, zum Beispiel die Sicherheit und wirtschaftliche Vorzüge gegenüber anderen, auch mündelsicheren Anlagen. Hierbei wird berücksichtigt, welche Vermögensgegenstände der Investmentfonds erwirbt. 

Sie haben sich hier nicht wiedergefunden? Für z. B. Stiftungen bestehen besondere Anlagevorschriften. FondsFair® bietet Ihnen den Zugang zu bekannten Stiftungsfonds. Sie haben Sonderwünsche? Bitte sprechen Sie uns an.